LEADER-Projekt: Restaurierung des Hauses in der Luhestr. 19 in Winsen

#inprogress

Was bringt es der Region?

Das Haus in der Luhestraße 19 ist ein außergewöhnlicher Beleg für das Bauen eines Handwerksgesellen. Nach der Projektumsetzung wird es Menschen, jungen wie älteren, aus der Region und darüber hinaus möglich sein, direkt in die Geschichte einzutauchen und zu erleben, wie eine Familie um 1920 dort gelebt hat.

Projekte von Vereinen zu fördern ist ein Herzensanliegen für uns, denn das Ehrenamt ist eine tragende Säule in unserer schönen LEADER-Region!

Wer hat's gemacht?

Heimat -u. Museumsverein Winsen (Luhe) u. U. e. V.

Wie hoch war die Fördersumme?

fast 127.000 €

Wie hoch war der Fördersatz?

rund 65 %

Worum geht's?

Auf der „Luheinsel“ in Winsen lebten in den vergangenen Jahrhunderten eine Vielzahl von Handwerkerfamilien. Diese Familien bewohnten oft nur sehr kleine Häuser, deren Bauweise geprägt ist von großer Sparsamkeit. So wurden beispielsweise Baumaterialien, wie zweitverwendete Bauhölzer, Ziegelsteine oder Dachpfannen wiederverwendet. Wie klein, das lässt sich in der Luhestraße 19 sehen. Das Denkmal dort hat einen sehr hohen Seltenheitswert, denn solche Häuser sind nicht mehr vorhanden.

Mit diesem Projekt wird das Haus unter größtmöglicher Erhaltung der Originalsubstanz komplett restauriert. Dafür werden zuerst umfangreiche Bauuntersuchungen durchgeführt. Ziel ist es, das Leben eines Handwerksgesellen und seiner Familie an diesem konkreten Beispiel museumskundlich darzustellen und anschaulich zu vermitteln. Es soll nicht nur die Geschichte des Hauses und der Familie selbst, sondern auch die gesamte Geschichte der Luheinsel thematisiert werden, um diesen speziellen Ort für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass das Gebäude ein einfaches Handwerkerhaus aus den 1820er Jahren ist. Doch während der Projektumsetzungen zeigen die Untersuchungen, dass das Eichenfachwerk bereits aus dem Jahr 1647 stammt. Das Gebäude wurde als Scheune gebaut und später dann zu einem Wohnhaus für Handwerkerfamilien umgebaut.

Trotz der geringen Größe des Hauses ist es weitgehend barrierefrei, da nur das Erdgeschoss bewohnt war. Auch bei den zu Informationsmedien wird bewusst auf eine Verknüpfung von analogen und digitalen Strukturen geachtet, um auch bei der Bildungs-und Vermittlungsarbeit möglichst barrierefrei zu sein.

Aktuelles zu diesem Projekt

Dezember 2025: Umsetzung startet

Das LEADER-Projekt wurde im November 2025 bewilligt. Ab Dezember startete dann die schrittweise Projektumsetzung. Es ist geplant das Projekt bis Ende 2027 abzuschließen.

Auf der Internetseite berichtet ein Bautagebuch über den Fortschritt des Projekten. Es gibt auch die Möglichkeit für alle Interessierten sich zu einem Newsletter rund um das Projekt anzumelden: https://www.museum-im-marstall.de/das-museum/wissenschaft-und-forschung/luheinsel/

Mai 2026: Aufruf - Wer weiß noch was?

Haben Sie Erinnerungen an die Luhestraße 19 in Winsen? Kennen Sie Geschichten rund um das Haus oder erinnern Sie sich an „früher“?

Für die Dokumentation der Geschichte des Hauses und die Einrichtung der zukünftigen Ausstellung freut sich das Museum im Marstall über Fotos, Dokumente oder Gegenstände, die mit dem Haus in Verbindung stehen (könnten). Auch Erinnerungen und Erzählungen werden gerne aufgenommen, um so Hintergründe und Geschichte des Hauses und seiner Nachbarschaft vermitteln zu können.

Weitere Informationen gerne über eine E-Mail an luhestrasse@museum-im-marstall.de.

Juni 2026: Projektbesichtigung

Im Rahmen einer Projektbesichtigung, wurden erste Einblicke in die begonnenen Arbeiten und gegeben und erste spannende Erkenntnisse aus den bisherigen Untersuchungen und Arbeiten präsentiert. Besonders spannend sind die Erkenntnisse, dass das Haus viel älter ist als bisher angenommen und es wurde auch deutlich, dass es sich nicht um ein Haus armer Bewohnerinnen und Bewohner handelt – das zeigen unter anderem die historischen Tapetenschichten.

Können alle 6 Punkte mit JA beantwortet werden?
Dann reiche dein Projekt gleich ein.

Vielen Dank für die Einreichung
Ihrer Idee.

Wir melden uns in Kürze bei Ihnen.

Viele Grüße von Ihrer
Regionalmanagerin Annika Paulini